Vor etwa einem Jahr habe ich hier auf der Website über meine ersten Erfahrungen mit dem Kroatischkurs bei Marija von crolangschule.com berichtet. Damals war ich voller Motivation und hatte gerade die ersten Monate des Kurses hinter mir.
Heute möchte ich ein ehrliches Update geben.
Denn die Wahrheit ist: Nach dem ersten Kurs habe ich erst einmal eine Pause gebraucht.
Als plötzlich nichts mehr ging
Nach dem ersten Kurs war ich eigentlich stolz auf mich. Ich hatte in wenigen Monaten mehr Kroatisch gelernt, als ich mir zu Beginn überhaupt zugetraut hätte. Zum ersten Mal verstand ich kleine Sätze und hatte das Gefühl, dass aus einem Traum langsam ein echtes Ziel wird. Parallel wurde allerdings mein Alltag immer voller. Familie, Kinder, Beruf, die Website, Termine, Verpflichtungen. Tagsüber fehlte die Zeit und abends oft die Energie. Irgendwann saß ich vor meinen Hausaufgaben und merkte, dass ich mich kaum noch konzentrieren konnte. Was mich besonders frustrierte: Der Kurs machte mir eigentlich Spaß. Ich wollte weitermachen. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, ständig hinterherzulaufen. Während andere Teilnehmende neue Themen lernten, versuchte ich oft noch die Lektionen der Vorwoche zu verarbeiten. Schließlich kam der Punkt, an dem ich ehrlich zu mir sein musste: Im Moment schaffe ich das nicht. Also hörte ich auf. Obwohl die Entscheidung vernünftig war, fühlte sie sich ein wenig wie Scheitern an. Ich wollte doch so gerne endlich Kroatisch sprechen können. Dafür hatte ich angefangen, dafür hatte ich Zeit investiert – und nun machte ich erst einmal Pause oder hörte vielleicht sogar ganz auf.Die Angst vor dem Neustart
Einige Monate vergingen. Kroatisch spielte plötzlich kaum noch eine Rolle in meinem Alltag. Die Unterlagen lagen im Regal, die Vokabeln waren irgendwo auf dem Handy gespeichert und ich redete mir ein, dass ich mich später wieder darum kümmern würde. Trotzdem ertappte ich mich immer wieder bei dem Gedanken, wie schade es eigentlich wäre, jetzt aufzuhören. Schließlich hatte ich bereits so viel gelernt. Gleichzeitig hatte ich fast ein wenig Angst, direkt wieder mit einem neuen Kurs zu starten. Die Erinnerung daran, wie fordernd die letzten Monate gewesen waren, war noch sehr präsent. Ich wollte mir nicht erneut zu viel aufbürden. Deshalb dachte ich zunächst gar nicht daran, mich irgendwo wieder fest anzumelden. Stattdessen begann ich ganz ungezwungen, wieder ein paar Vokabeln zu wiederholen. Mal mit Sprachenlernen24.de, mal mit meinem alten Vokabelheft aus dem ersten Kurs. Ohne Druck. Ohne Hausaufgaben. Einfach nur, um wieder ein Gefühl für die Sprache zu bekommen. Was mich tatsächlich überraschte: Erstaunlich viel war noch da. Wörter, die ich seit Monaten nicht gesehen hatte, kamen zurück. Satzstrukturen wurden wieder vertraut und ich hatte nicht mehr das Gefühl, wieder ganz von vorne anfangen zu müssen. So wurden aus den ersten Minuten Tage. Aus den Tagen wurden Wochen. Irgendwann wurde mir klar: Ich möchte die Sprache wirklich lernen. Ich möchte irgendwann mit all den lieben Menschen aus meiner kroatischen Nachbarschaft richtige Gespräche führen können. Nicht nur lächeln und einzelne Wörter verstehen, sondern mich in Kroatien unterhalten können, ohne ständig Angst vor Missverständnissen zu haben. Also verschob ich Termine, organisierte gemeinsam mit meinem Mann unseren Wochenablauf neu und schrieb Marija schließlich doch wieder an.Zurück im Kurs
Als hätte es das Schicksal geahnt, startete der nächste Kurs bereits zwei Wochen später. Eigentlich fühlte ich mich davon fast ein wenig überrumpelt. Gerade hatte ich mich erst dazu durchgerungen, wieder einzusteigen, da stand plötzlich schon der nächste Kurs vor der Tür. Wenn ich ehrlich bin, wusste ich zu diesem Zeitpunkt auch schon, dass ich noch längst nicht wieder so fit war, wie ich es gerne gewesen wäre. Doch dann dachte ich mir: Was soll’s. Ich möchte die Sprache lernen. Also meldete ich mich an.Die ersten echten Gespräche
Was soll ich sagen? Schon in der ersten Stunde wurde mir klar, dass viele andere Kursteilnehmende deutlich weiter waren als ich. Viele hatten einen größeren Wortschatz, bildeten flüssigere Sätze und schienen sich vieles leichter merken zu können. Das bestätigte meine Selbsteinschätzung vor dem Kurs und ein wenig frustrierte es mich durchaus erneut. Trotzdem war diesmal etwas anders. Statt mich nur mit den anderen zu vergleichen, bemerkte ich plötzlich, wie weit ich selbst eigentlich schon gekommen war. Ich konnte erste kleine Texte schreiben. Neue Vokabeln blieben viel schneller in meinem Kopf hängen als noch vor einem Jahr. Der Klang der Sprache war nicht mehr fremd, er war zu einem Teil von mir geworden. Die ungewohnten Betonungen und die für mich früher oft rätselhaften Buchstabenkombinationen mit gefühlt 300 Konsonanten hintereinander, die mich früher regelmäßig verzweifeln ließen, hörten sich plötzlich ganz normal an. Gleichzeitig verstand ich immer besser, wie die Sprache eigentlich funktioniert. Zu Beginn hatte mich oft irritiert, dass für dieselbe Aussage viel weniger Wörter benötigt werden als im Deutschen. Manches, was wir im Deutschen ausdrücklich aussprechen, wird im Kroatischen einfach weggelassen. Oft fehlte das Subjekt, manchmal fehlten Wörter, von denen ich überzeugt war, dass sie für das Verständnis notwendig wären. Heute weiß ich: Sie fehlen gar nicht. Mein Gehirn musste nur lernen, anders zuzuhören. Dann kam der Moment, auf den ich die ganze Zeit hingearbeitet hatte. Nur zwei Wochen später fuhr ich bereits wieder nach Kroatien. Dort unterhielt ich mich mit unserer Nachbarin. Zum ersten Mal. Ja, wir brauchten zwischendurch noch einen Übersetzer, weil mir einzelne Wörter fehlten. Und ja, meine Grammatik war alles andere als perfekt – aber gibt es überhaupt jemanden, der Kroatisch mit perfekter Grammatik sprechen kann? Trotzdem bildete ich viel mehr Sätze selbstständig, als ich erwartet hätte. Ich konnte nach kurzem Nachdenken verstehen, was sie mir sagen wollte. Genau in diesem Moment wurde mir klar, warum ich wieder angefangen hatte.Mein Fazit
Deshalb möchte ich Ihnen zum Schluss vielleicht einfach eines mitgeben: Warten Sie nicht darauf, dass der perfekte Zeitpunkt kommt. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, sich zu sagen: „Was soll’s.“ Und einfach loszulegen.Kurse und Gutscheincode
Mit meinem Gutscheincode CROLANG-2026-001 erhalten Sie 25 % Rabatt auf die jeweilige Kursgebühr. Aktuell gelten folgende Kursgebühren:- A1 – 4 Monate: 380 €
- A2 – 4 Monate: 380 €
- B1.1 – 4 Monate: 420 €
- B1.2 – 4 Monate: 420 €



